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Entkoffeinierter Kaffee und Aufgüsse: was am Nachmittag und Abend passt

Entkoffeinierter Kaffee und Aufgüsse: was am Nachmittag und Abend passt

Der Nachmittagskaffee, ohne aufs Ritual zu verzichten

Seit über fünfzehn Jahren sprechen wir mit Kundinnen und Kunden über Kaffee, und einen Satz hören wir immer wieder: „Nachmittags trinke ich keinen mehr, sonst schlafe ich nicht.“ Das verstehen wir gut — meist bedeutet es aber, weniger auf Koffein zu verzichten als auf das ganze Ritual: auf die Pause, den Duft, den Moment für sich.

Dabei hat entkoffeinierter Kaffee in den letzten Jahren viel aufgeholt. Vor nicht allzu langer Zeit war er ein Kompromiss: flach, mit Nachgeschmack, deutlich schwächer als normaler Kaffee. Heute liefert ein guter Entkoffeinierter volle Crema und klares Aroma — blind erkennen ihn die wenigsten.

In diesem Leitfaden erklären wir, wie er entsteht, in welchen Systemen es ihn gibt und was sonst für den späten Nachmittag in die Küche gehört — denn Tees und Kräuteraufgüsse sind die zweite Hälfte derselben Geschichte.

Wie entkoffeinierter Kaffee entsteht

Diese Frage kommt im Laden regelmäßig, manchmal mit einer gewissen Skepsis. Deshalb ganz klar: Das Koffein wird aus der grünen Bohne entfernt, noch vor dem Rösten. Geröstet wird danach, genau wie bei normalem Kaffee — deshalb behält ein guter Entkoffeinierter den Charakter der Mischung.

Es gibt mehrere Verfahren. Beim Wasserverfahren wird die Bohne in Wasser eingeweicht, das Koffein aus der Lösung gebunden und die Aromen kehren in die Bohne zurück. Beim CO₂-Verfahren bindet unter Druck stehendes Kohlendioxid das Koffein und lässt den Großteil der Aromastoffe zurück. Daneben gibt es Verfahren mit lebensmitteltauglichen Lösungsmitteln, zugelassen und streng geregelt.

In allen Verfahren bleiben im fertigen Kaffee nur Spuren von Koffein — wenig genug, damit das Produkt als entkoffeiniert gelten darf. Ein Kaffee „ohne alles“ ist es im Wortsinn aber nicht, was man wissen sollte, wenn man besonders empfindlich reagiert.

Was heißt das praktisch? Dass die Qualität eines Entkoffeinierten von denselben Dingen abhängt wie bei jedem Kaffee: Rohware, Mischung und Röstung. Deshalb sind die Unterschiede zwischen Herstellern hier deutlicher als bei normalem Kaffee — und es lohnt sich, den eigenen zu finden.

Entkoffeiniert gibt es heute in jedem System

Das hat sich am stärksten verändert. Vor nicht langer Zeit war Entkoffeinierter ein einzelner, fast zufälliger Artikel im Sortiment. Heute gibt es ihn praktisch in jedem System, mit dem Sie täglich Kaffee zubereiten.

Wir führen entkoffeinierte Kapseln in den Varianten kompatibel mit Nespresso® und Lavazza A Modo Mio®, in Caffitaly®-Kapseln sowie unter den Originalkapseln von Nescafé Dolce Gusto®. Wer den klassischen Espresso bevorzugt, findet außerdem entkoffeinierte ESE-Pads mit 44 mm, auch in kompostierbarer Ausführung.

Ein praktischer Tipp aus unserer Erfahrung: Entkoffeinierter mag einen etwas kürzeren Bezug. Nach der Entkoffeinierung ist die Bohne teils etwas brüchiger, ein langer Bezug wird deshalb schneller bitter im Abgang. Schmeckt Ihr Entkoffeinierter „leer“, verkürzen Sie die Tasse um zehn bis fünfzehn Milliliter, bevor Sie die Mischung verantwortlich machen.

Der zweite Tipp betrifft den Vorrat. Entkoffeinierter wird seltener gekauft und steht daher öfter zu lange offen. Wenn Sie ihn gelegentlich trinken, wählen Sie kleinere Packungen oder Portionsformate — Kapseln und Pads haben eine Schutzbarriere und halten das Aroma weit länger als geöffneter gemahlener Kaffee.

Tees und Kräuteraufgüsse: die andere Hälfte des Abends

Entkoffeinierter löst einen Teil des Problems, nicht das ganze. Es gibt Abende, an denen es gar nicht ums Koffein geht, sondern darum, dass das Getränk leichter sein soll — weniger intensiv, sanfter.

In der Kategorie Tee führen wir vor allem die Bio-Aufgüsse von Sandemetrio in praktischen Filterbeuteln: grünen Tee, Minze, Malve, Ingwer mit Zitrone sowie Fruchtkompositionen — Pfirsich, Waldfrüchte, Erdbeere mit Himbeere, Zimt mit Orange.

In polnischen Haushalten bewähren sich diese Produkte besonders im Herbst und Winter, wenn die Abende lang sind und man etwas Warmes in den Händen halten möchte, ohne zum nächsten Kaffee zu greifen. Einige Aufgüsse gibt es auch im Pad-Format, nach derselben Portionslogik wie Kaffeepads.

Unser Einkaufstipp: Wählen Sie zwei Aufgüsse mit wirklich unterschiedlichem Charakter — einen Kräuter- und einen Fruchtaufguss. Ein Set aus zehn ähnlichen Sorten sieht im Regal gut aus, in der Praxis greift man zu zweien und der Rest wird alt.

Das Abendritual: ein paar praktische Tipps

Zum Schluss einige Dinge, die wir empfehlen, wenn jemand eine ruhigere Variante des Kaffeerituals möchte.

Halten Sie Entkoffeinierten neben dem normalen Kaffee bereit, nicht anstelle davon. So müssen Sie nicht im Voraus entscheiden. Eine entkoffeinierte Kapsel im Kapselhalter zwischen den anderen genügt.

Denken Sie an Gäste. Ein Entkoffeinierter und ein Kräuteraufguss sind zwei Positionen, dank derer niemand ablehnen muss. In polnischen Haushalten, in denen Kaffee oft und auch spät serviert wird, ist das sehr praktisch.

Pflegen Sie die Maschine. Abendkaffee ist meist milder, deshalb fallen Geschmacksfehler stärker auf. Regelmäßiges Entkalken und ein guter Wasserfilter zählen hier mehr als bei kräftigem Espresso.

Wählen Sie die Tasse. Abends trinkt man langsamer, das Getränk kühlt ab. Eine dickwandigere Tasse hält die Temperatur länger, und das verändert den Eindruck stärker, als die meisten erwarten.

Wenn Sie einen Entkoffeinierten für Ihre Maschine oder eine Auswahl an Aufgüssen für die Herbstabende suchen, melden Sie sich: Unser Team berät Sie gern.

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